Die Bienen

Imker*innen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Honigbiene Apis mellifera, was soviel heißt wie "die Honigtragende". Diese Bienenart lebt als Superorganismus mit tausenden Individuen. Durch die hohe Anzahl an Arbeiterinnen, tragen sie wesentlich zur flächendeckenden Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen bei.

Eine weit verbreitete Honigbienenrasse bzw. Unterart ist die Apis mellifera carnica (auch Kärtner Biene genannt) und die künstliche Rasse "Buckfast" von Bruder Adam. Ursprünglich war nördlich der Alpen Apis mellifera mellifera (auch Dunkle Biene genannt) am weitesten verbreitet. Sie wurde jedoch durch die Einfuhr der Carnica und Buckfast verdrängt, da sich Carnica und Buckfast v. a. aus Gründen der Wirtschaftlichkeit besser in der imkerlichen Praxis wiederfinden lassen (z. B. bessere Nutzung der Frühtracht). Vereinzelt wird auch wieder Apis mellifera mellifera von Imker*innen gehalten. Da es verschiedene Honigbienenrassen gibt, kommt es auch zu Kreuzungen. Diese Kreuzungen weichen oft von den züchterischen Bestrebungen (Sanftmut, Honigertrag, Schwarmträgheit usw.) ab. Der Imkerverein Moosburg und Umgebung e. V. ist an den Kreisverband Imker Freising angegliedert. Dort gibt es eine Belegstelle, bei der Imker*innen die Möglichkeit haben Carnica zu züchten.

Neben der Honigbiene gibt es in Deutschland noch über 565 Wildbienenarten. Diese leben meist solitär (z. B. Sandbienen- oder Mauerbienenarten) und wurden vom Menschen größtenteils noch nicht domestiziert. Neben den solitär lebenden Wildbienen, gibt es auch Wildbienenarten, die in sozialen Strukturen in Erdhöhlen leben. Dazu zählen z. B. Hummeln und viele Schmal-und Furchenbienenarten.

Vom aktuellen Insektensterben sind Wildbienen besonders betroffen. Rund die Hälfte aller Wildbienenarten ist in der Roten Liste aufgeführt. Sie sind v. a. wegen Lebensraumverlusten aufgrund von Urbanisierung und intensivierter Landwirtschaft gefährdet. Die Honigbiene ist davon natürlich auch betroffen, aber Imker*innen können bestimmten Veränderungen in der Umwelt entgegenwirken, während die Wildbienen den Veränderungen schutzlos ausgeliefert sind.
Eines der größten Probleme der Imker*innen ist die Varroamilbe, die die Brut der Honigbienen befällt. Zudem könnte eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse sowie des kleinen Beutenkäfers zukünftig für Probleme bei den Honigbienen sorgen. Wildbienen sind von der Varroamilbe nicht betroffen.

Durch blütenreiche Ansaaten und mehr Naturnähe im Garten und auf öffentlichen Grünflächen und durch mehr Blühstreifen und brachliegende Flächen in der Landwirtschaft, kann Wildbienen, Honigbienen und vielen anderen Insekten Lebensraum zurückgegeben werden. Mehr Informationen über blühende Landschaften und wie man dazu kommt hat z. B. das Netwerk blühende Landschaft

Das Bienensterben genauer erläutert:


In dem Film wird die Situation der Bienen (die Honigbiene und Wildbienen) weitergehend dargestellt. Während es Wildbienenarten gibt, die akut vom Aussterben bedroht sind, ist bei der Honigbiene die Situation eine andere. Obwohl Honigbienen auch durch industrielle Landwirtschaft, Flächenversiegelung und Spritzmittel gefährdet sind und deswegen Bienenvölker sterben, ist die Honigbiene (Apis mellifera) nicht vom Aussterben bedroht. Viel mehr sind es bestimmte spezialisierte Wildbienenarten, die unter den Umweltproblemen noch mehr leiden und in der Artenvielfalt eine wichtige Rolle spielen. Sie gehen in den Beständen zurück oder sind schon vom Aussterben bedroht. Nicht zuletzt konkurrieren Honigbienen mit den Wildbienen um die knappen Nahrungsressourcen. Allen Bienen und anderen Bestäubern kann durch zielgerichtetem Naturschutz in Privatgärten, in der Landwirtschaft und auf öffentlichem Grün geholfen werden





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